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Macht Engagement stark

In diesem Monat beschäftigt sich Work-Life-SENSE mit dem Engagement. Wann ist ein Engagement sinnstiftend? Ich bin intuitiv auf der Suche nach einem Beispiel und begegne im Netz Mia:

Mia ist 30, arbeitet als Anwältin manchmal bis zu 70 Stunden die Woche. Sie hat ein Einkommen von mehr als 9.500 Euro brutto im Monat. Sie wirkt sehr engagiert, arbeitet bis zu 250 Fälle gleichzeitig ab. Irgendwelche Leidenschaften jenseits des Berufs? Ich springe da sofort rein in das Interview, das Lina Wölfel von der Job-Kolumme JETZT führt. Natürlich spüre auch ich meine klassischen Gefühle: Neidisch denke ich an meine Zeit als ich 30 war. So viel Geld! So viel Selbstvertrauen! Ist so ein Engagement sinnhaft? Eine so junge Frau hat nur die Karriere im Kopf? Doch mein inneres Stopp-Schild funktioniert schon ganz gut: Überprüfen wir stets die Stimmen unseres Egos!

Was ist überhaupt ein sinnstiftendes Engagement?

Mit sinnstiftendem Engagement ist sozial motiviertes Wirken für eine lebenswürdige Welt gemeint. Engagement ist heute wirklich in. Immer mehr Berufstätige suchen neben dem reinen Brot-Job etwas, worin sie aufgehen können. „Da gibt es den Sinn, der mich zum Engagement begeistert“, hörte ich letzte Woche von einer Netzwerkfreundin.  Mit dem Bezug zur Quelle des Lebens bringt das Engagement das Gefühl von Erfüllung. Die Verbundenheit ist also Ursache und Ziel des Engagements. Vielleicht sind wir Deutschen schon deshalb die Vereins-Weltmeister. Ich erlebe überall engagierte Menschen beim Tierschutz, im Sport, in der Förderung der Künste, Seniorenhilfe etc. Viele investieren zusätzlich zum Broterwerb bis zu 30 Stunden die Woche in dieses sinnstiftende Engagement. Eben weil sie dort meist mehr Herz spüren als am Arbeitsplatz.

Natürlich erkennen auch Unternehmen die Bedürfnisse und den Sinntrend ihrer Mitarbeiter. Unternehmen entdecken die Farbe GRÜN, ohne damit eine Wahlempfehlung abzugeben. Der Sinn findet aber  Eingang in die Köpfe der Unternehmensführer. Während die Unternehmensplanung die Gleiche bleibt, beschäftigen sich schon Stabstellen mit dem notwendigen Engagement des Unternehmens. Nachhaltige und ökologische Perspektiven gehen ein in Projekte, die sich nicht nur auf ein paar Spenden reduzieren lassen. Ihr Engagement gibt dem Gesamtbild unternehmerischen Tuns ein menschlicheres Antlitz. Sie senden in die Mitarbeiterschaft das Signal, dass Grenzen zwischen Leben und Überleben kleiner werden lassen soll. Ist es nicht genau dieser Sinn, den viele Angestellte an ihren Arbeitsplätzen vermissen?

Unter diesem Blickwinkel werden wir mir die Aussagen von Mia sympathischer. Das Leben von Mia beginnt bereits mit Start in den Arbeitstag. Ihr Leben wird nicht erfüllt durch ein weiteres sinnstiftendes Engagement. Eine scharfe Trennung von Broterwerb und Freizeit kennt sie nicht:  „Mein Job fühlt sich nicht nach Arbeit an.“, antwortet sie. Sie beschäftigt sich zusätzlich viel mit Sachen, die zu ihrem Beruf gehören. Sie geht auf in dem, was sie beruflich macht und unterhält sich darüber offen im Freundeskreis. Mit ihrem Arbeitgeber kann sie sich identifizieren und entwickelt selbstständig Gedanken über ihre Entwicklungsmöglichkeiten

Wie erkennt man so ein sinnstiftendes Engagement?

Im Interview wird die Energie und Überzeugungskraft ihres Engagements deutlich. Sie wird nach ihren Motiven gefragt: „Ich liebe es zu gewinnen (lacht). Und ich mag es, Recht zu haben.“ Ihr Engagement ist sinnhaft, weil sie ihre Motive und ihre Stärken kennt. Sie würde auch einen Mörder vertreten, weil jeder Mensch ein Recht auf ein gerechtes Urteil hat. Damit deutet sie an, dass sie ihr Wirken für den Straf-Täter als ethisch und sinnstiftend erlebt. Sie deutet hin auf ihre Begabung und Kompetenz, die sich mit dem verbinden was sie liebt. Dieser Frau ist neidlos etwas geglückt, was ich zutiefst noch viel mehr Menschen jeden Alters wünsche: Sinnstiftendes Engagement gehört in das gesamte Leben ohne Grenzen. Ein empfehlenswertes Interview:

https://www.jetzt.de/aufsteigerinnen/wie-viel-verdient-eine-anwaeltin-in-der-grosskanzlei

Diskutieren Sie mit in unserer Netzwerkgruppe. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Verbundenheit ist das Ziel sinnstiftenden Engagements. Kommen Sie auf uns Moderatoren zu und/oder lernen Sie uns auf unseren Netzwerktreffen kennen.

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Berufung leben in Krisenzeiten

Viele Menschen suchen fast ein Leben nach der Zufriedenheit im Beruf. Sie bleiben dran und entwickeln ein großes Durchhaltevermögen. Der Appell zum Durchhalten drängt sich oft in Krisen auf. Gerade jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie müssen viele von uns durchhalten. Bei den einen brechen die Umsätze ein. Für einige ist ein kompletter Neustart nötig. Andere müssen sogar ihren Renteneintritt um einige Jahre verschieben. Eine Kundin mit der passenden Berufung fragt mich resigniert: „Wozu immer wieder die Berufung erkennen und ihr folgen?“ Das Argument, was ich dann am häufigsten von Kollegen höre/lese: „Du verbringst die längste Zeit Deines Lebens im Beruf. Deine Zeit ist kostbar. Also bleib dran!“ Doch greift dieser Aufruf zum Durchhalten nicht etwas zu kurz. Braucht es nicht einen inneren Grund zum Durchhalten?

 

Innere Ruhe und Sicherheit durch den Beruf?

 

Zu Beginn der Pandemie spürte ich bei vielen Menschen eine Endzeitstimmung. Mit dem Schüren der Angst versucht sogar ein amtierender US-Präsident die Wahlen zu gewinnen. Mit der Angst vor der Endlichkeit wird in Krisenzeiten eine Menge Geld verdient. Schon im Mittelalter hatten die Menschen in der Not die Sorge, am Ende kein gottgerechtes Leben geführt zu haben. Deshalb kauften sie Ablasszettel. Heute versuchen wir die Zufriedenheit auf andere Weise herzustellen. Wir besuchen Seminare für die Findung von Karrierewegen oder dem Abbau innerer Hürden. Immer ist die Berufung ein Schlüsselwort, das bei allem und jedem verwendet wird. Mit der Berufung soll eine innere Zufriedenheit und Ruhe wieder hergestellt werden.  Wer seiner Berufung treu bleibt und dranbleibt, wird schon im Arbeitsleben glücklich werden. Sind das nicht mehr als Ausreden? Was, wenn es eine dauerhafte Lösung mit Langzeitwirkung gar nicht gibt?

 

Mit der Berufung die innere Wahrheit finden

 

Kürzlich berichtet Nina Martin in einem Beitrag in der ZEIT, dass sie immer auf der Suche nach einem Beruf war, der glücklich macht. Nachdem sie erfährt, dass sie mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung leben muss, wird sie glücklich. Sie kümmert sich fortan mehr um ihre Lebensumstände und die Folgemaßnahmen, die ihrer Gesundheit dienen. Die Berufungsfrage stellt sich für sie fortan nicht mehr.

 

Eine junge hochbegabte Akademikerin mit Anfang 30 besucht meinen Kloster-Workshop und macht sich klar, welche Leidenschaften, Begabungen und Sehnsüchte bestehen. Erst wenn die Liebe damit verbunden und zum Dienst werden will, begibt sich ein Mensch auf den Weg, die Berufung möglich zu machen. Die Teilnehmerin erkennt, weshalb sie trotz eines Prädikatsexamens kein Glück ihrem bisherigen Beruf empfinden konnte und sogar erkrankte. Jetzt aber ist es ihre innere Wahrheit, mit der sich sogar vom Universum angenommen fühlt,  und die ihr die Ruhe schenkt. Dadurch erkennt die Teilnehmerin  auch, dass es Angebote des Lebens für ihre Berufung gibt. Lebenskraft kann sich dort entfalten.

 

Die Hürden einer wahren Berufung

 

Eine Frage drängt sich mir immer auf, wenn Menschen mit ihrer Berufung hadern: Hat mir die Berufung jemals Zufriedenheit versprochen? Nein. Das hat sie nie. Meine Berufung hat mir nie die dauerhafte Zufriedenheit versprochen. Und manchmal bin ich sogar sehr unzufrieden mit den Hürden, die mir in meiner Berufung begegnen. Corona ist nur eine von vielen Krisen, die uns Seminaranbietern oft die Lust am Job verhagelt haben. Mir liegt die Show mit den Werbebroschüren so vieler meiner Coaching-Kollegen nicht. Die Berufungsfrage beantwortet eine sehr viel tiefere Frage als die nach dem „Traumjob finden“. So haben mir meine Berufung und die Arbeit mit Suchenden bewusst gemacht, dass das Leben einen Sinn hat und sich im beruflichen Tun auch entfalten will. Jedes menschliche Leben hat einen Sinn und wir können diesen Sinn im Beruf erfahren. Dazu benötigen wir zunächst die Erkenntnis, was der Ruf in uns an Wahrheit offenbaren möchte. Und um die Lebenskraft zu gewinnen, die aus einer Berufung erwächst, ist es eine Haltung zum Schmerz des Gegenwärtigen mit einzuschließen. Das fehlt bei fast allen Visions-Seminaren.

 

Berufung führt zur Begeisterung

 

Die Herkunft des Wortes Berufung ist nicht unwesentlich. Selbst wenn Menschen nicht religiös oder einer anderen  Weltanschauung nahestehen: Der Berufungsbegriff entstammt einer Geschichte, die 12 Männer derart begeisterte, dass sie das größte Unternehmen der Geschichte gemeinsam gründeten. Die 12 Menschen wurden berufen, gemeinsam einen spirituellen Weg zu gehen. Etwas einfach formuliert: 12 bis dahin normale Männer folgen einer Sehnsucht, verlassen ihren bisherigen Beruf und lassen sich von einem spirituellen Meister inspirieren. Die 12 werden berufen, es dem Meister gleich zu tun und sich der inneren Wahrheit zu verschreiben. Doch im Großen und Ganzen stehen die 12 im Schatten des Meisters. Obwohl von dem Meister viel Licht ausgeht, bleibt die gemeinsame Aktion nach damaligen und heutigen Kriterien ein klägliches Engagement.

 

Als der Meister dann auch noch hingerichtet wird, schlägt das Engagement in Niedergeschlagenheit um. Wozu die ganze Berufung? Sie stellen also den Nutzen ihrer Berufung in Frage. Ein Mann namens Thomas ist sogar derart deprimiert, dass er die anderen nicht mehr ertragen kann. Nach einiger Zeit des Frustes aber geht den anderen 11 ein Licht auf. Durch die leidvolle Dunkelheit erkennen Sie das Licht, dass in ihrem Meister war. Und es gelingt ihnen gemeinsam, dieses Licht nun selbst in sich zu erkennen.  Es sozusagen fortan selbst leuchten zu lassen. Thomas begegnet dem Licht verspätet. Er und die anderen werden einen hohen menschlichen Preis zahlen. Es ist aber nachweislich immer noch das erfolgreichste Projekt weltweit.

 

Wir nennen diese Geschichte heute Passion. Der Sinn einer Leidenschaft ergibt sich durch das Leiden. Leidenschaft verwoben mit Gaben und Sehnsucht lässt die Begeisterung wachsen.

 

Die eigene Berufung erkennen für ein sinnhaftes Leben macht für jeden Sinn. Und dafür lohnt es sich immer dranzubleiben und Durchhaltevermögen zu entwickeln. Jedenfalls kann ich persönlich dranbleiben, wenn ich meine Berufung so verstehe.

 

Mein Neujahrs-Geschenk an Sie!

Weihnachten 2017 bis Neujahr 2018: In dieser Zeit wird es für einige ruhig. „Zwischen den Jahren“ ist die Zeit der Besinnung. Viele Menschen betrachten ihre Geschenke. Sie schauen mit Dank auf das Fest, auf Erreichtes im alten Jahr und ihre Beziehungen. Sinnhaftes drückt sich oft in diesen Bildern aus.

Wenn es um Liebe geht, sprechen Menschen häufig in Bildern. Schenken ist wie Dichtung. Damit kommen wir eher in Kontakt mit dem wahren Selbst. So ist auch die Bibel weitgehend Dichtung. Wer sie wörtlich nimmt, kommt damit nicht weit. Wer die dortigen Bilder aber ernst nimmt, kommt dem wahren Lebensziel gewaltig nah.

So verstehe ich die Weihnachtsgeschichte: Mit dem Bild der Jungfrauengeburt soll etwas Neues in die Welt kommen. Kürzlich sprach ein Netzwerker von der „perfekten Liebe“. Das Wahre wird durch ein Kind enthüllt. Dieses Kind wird später einmal alles für die Liebe tun. Auch das Kind in uns will mehr Liebe in die Welt bringen. Geht das auch im Berufsleben? Oder müssen wir spätestens jetzt alles wörtlich nehmen?

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Mache Deine Berufung möglich!

Der Weg zu beruflichem Glück und Erfolg ist einer in die Tiefe. Somit ist es ein mutiger Weg, weil wir sowohl Lichtvolles als auch Schattenseiten anerkennen müssen. Es ist nötig anzunehmen, wer und was wir wirklich sind. Ehrlich zu enthüllen, was Identität stiftet und dabei den eigenen Schatten integrieren. Dazu braucht es Zeit. Manchmal fast ein ganzes Leben.

Nicht weniger sinnstiftend ist der Weg zur Umsetzung. Gerade wenn das Geschäft mit der berufenen Idee nicht mehr oder noch nicht läuft, wird die eigene Berufung in Frage gestellt. Ein Kreislauf von Einsamkeit, Selbstzweifel und finanziellen Schwierigkeiten wirken wie eine Abwärtsspirale. Manch einer spielt mit dem Gedanken, aus diesem Abwärtssog auszubrechen. Dabei greifen einige auf therapeutische – oder seelsorgerische Hilfen zurück. Andere ergänzen das Veränderungsprogramm durch Businesscoaching oder Marketingberatung.

Es macht Sinn, Hilfen zu nutzen, die die Berufung möglich machen. Aber eine sehr kostengünstige und wertvolle Option wird häufig übersehen: Die Kraft der Verbundenheit!

 

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10 Jahre selbstständig: Das Kreuz meiner Berufung

10 Jahre selbstständig. 10 Jahre die gleiche Grundaussage: Die Berufungsfrage ist die Kardinalfrage! Seit 2007 begegne ich Ihnen, Kunden, Netzwerkern und Kollegen mit Beiträgen in Büchern und Artikeln. Sie waren vielleicht auf einem Workshop, einer Netzwerkveranstaltung. Und nun starte ich mit kritischem Tenor zur Berufung? Weit gefehlt!

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Echte Liebe – fehlender Verstand

Kennen Sie das Gleichnis vom Schatz im Acker? Ein Mensch findet auf einem Acker einen Schatz. Voller Freude vergräbt er ihn gleich wieder. Er verkauft anschließend allen Besitz. Mit dem Geld erwirbt er den Acker. „Das ist echte Liebe!“, sagen die einen. „So naiv kann nur ein Kind sein!“, meinen die anderen. Kaum ein Gleichnis hat derart häufig zu Interpretation und Auslegung eingeladen. Geld oder Liebe? Geld und Liebe?  Für die Frage von Berufung und Beruf ist für mich das Gleichnis von zentraler Bedeutung. Denn viele von uns – wahrscheinlich die Mehrzahl – denken, Berufung und Beruf passen nicht zusammen. „Sie dürfen nicht alles glauben, was Sie denken.“ Dieser Satz stammt sowohl vom kindlichen Komiker Heinz Erhardt als von der weltberühmten spirituellen Autorin Byron Katie. Wir können Glauben, Denken und Handeln zusammenführen.

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Burnout – Drei unverschämte Behauptungen

Wer ohne eine fachliche Expertise Behauptungen aufstellt, darf sich nicht wundern, wenn man sie/ihn als anmaßend oder eben unverschämt bezeichnet. So auch bei der Volksseuche unserer Zeit – dem Burnout. Denn Burnout wird von vielen Experten als eine stressbedingte Erkrankung eingestuft. Zu Erkrankungen dürfen sich streng genommen nur zugelassene Ärzte und Therapeuten äußern. Warum stellt also fast jeder Coach zum Thema Behauptungen auf?

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Mittel-Lebens-Krise

„Ist die Hälfte schon rum?“

„Man müsste nochmal zwanzig sein.“ „Bin ich bereits in der Lebensmitte?“ „Habe ich die Hälfte schon rum oder noch vor mir?“

Im vernünftigen Zustand, im Berufsleben erlauben wir uns selten solche Luxusfragen. Schließlich kann kein Mensch exakt sagen, wann die Lebensmitte erreicht ist. Immer wenn ich mir die Frage stelle, denke ich an meinen Sportfreund Rolf. Er starb, als ich in den Zwanzigern meine Geburtsstadt Köln verließ. Hätte er sich die Frage stellen sollen, als er mit mir in der C-Jugend spielte?

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Zum Leben berufen – gestaltete Auszeit nutzen

Sabbiticals sind „in“ und machen Sinn. Längere Auszeiten können leistungsfördernd sein. Nicht wenige Unternehmen ermöglichen deshalb ihren Mitarbeitern mehrmonatige Auszeiten. Manch ein Selbstständiger sucht die Sabbatruhe für eine kreative Schöpferpause. Die Gründe für eine Auszeit sind vielfältig und kommen nicht selten den Arbeitgebern zugute. Ein Prüfungsassistent nutzt ein halbes Sabbatjahr zur Vorbereitung auf das Wirtschaftsprüferexamen. Die Leiterin einer Coaching-Akademie zieht sich für mehrere Monate auf eine Ferieninsel zurück, um dort ihr neues Fachbuch zu schreiben. Manch einer führt private Gründe an: So kündigt ein Handwerkermeister seine Stelle, weil seine Frau eine hochdotierte Führungsposition anstrebt. Die Gründe für ein Sabbitical liegen jedoch häufig tiefer.

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Männergruppe – macht (das) Sinn ! ?

Männergruppe – macht (das) Sinn ? !

Männer machen Sorgen mit sich selbst aus. Männer sprechen über Probleme, wenn sie in der Vergangenheit gelöst wurden. Männer teilen lieber Schokoladen- statt Schattenseiten. Männer gehen in Gruppen, wenn etwas bewegt werden kann. Im eigenen Saft sitzen und die Situation im Jetzt reflektieren, das ist nicht so die Sache des Mannes. Männer spüren Kraft bei Bewegung und Lagerfeuer. Austausch über ausweglose Situationen lässt den Mann verstummen.

„Das kann doch nur ein Mann behaupten“, wendet man(n) ein. Vorurteile kultiviert hier der Mann. Der Mann tendiert zu schwarz und weiß. Entweder ganz links oder ganz rechts: Männer haben meist die Hoheit über Stammtische. Ohnmächtig einen Konflikt erkennen, still das Kreuz der Widersprüche bekennen, ist nicht so richtig männlich und irgendwie gefährlich. Gefährlich, weil (fast) alle Würdenträger Männer sind. Somit kann Veränderung, die vom Sinn ausgeht, nur vom selbstkritischen Mann ausgehen.

Warum machen dann Männergruppen Sinn?

Männergruppen sind nicht sinnvoll, doch extrem sinnhaft. Wer Wachstum im Außen sucht, kehrt schnell den anderen den Rücken. Wer starke Partner für den eigenen Fortschritt sucht, verschwendet Zeit. Wer tiefe Freude, inneres Wachstum und Zugehörigkeit sucht, wird sie finden. Allerdings meist erst dann, wenn sich der Mann öffnet, sein  Mannsein kritisch betrachtet und gleichwohl vom anderen geschenkt bekommt. Männergruppen ermöglichen vertrauliche Räume für sinnstiftende Gedanken und Gefühle. Drei Argumente hierfür:

Erstes Argument: Durch den Unsinn zum Sinn

Sinnkrisen sind Zeiten von Scheitern, Abschied oder Trennung. Männliche Initiation, wie ich sie in der Männerarbeit von Richard Rohr kennengelernt habe, ist ein Einüben in das Sterben von unsinnigen Anteilen. Durch gegenseitiges Erkennen und Bekennen kann Loslassen von diesen EGO-Anteilen geschehen. Barmherzigkeit im Zuhören fördert die Liebe zum wahren Selbst.

Zweites Argument: Männliche Energie tanken

Veränderungsarbeit hat Konsequenzen: Leiden und Trauer sind schmerzhafte Folgen. Selbst wenn der Mann zusätzlich den Weg von Coaching oder Therapie geht, kann die Gemeinschaft der Männer ein aufrichtiger Ort für die Stärkung der Selbstliebe werden.

Drittes Argument: Sinnstiftende Beziehungen

Zu jedem Ruf des Sinns gehört die Beziehung: Verständnis und Treue wachsen durch ein verbindliches Miteinander. Durch eine auf Dauer angelegte Gemeinschaft, ermutigen sich die Männer gegenseitig zur Veränderung.

Was kostet die Teilnahme an einer Männergruppe?

Eine Männergruppe, die von einem oder mehreren initiierten Mann/Männern (siehe http://www.maennerpfade.de/ oder http://www.mannsein.at/) organisiert wird, kostet in aller Regel keine Teilnahmegebühren.

Manchmal fallen Raum- und Übernachtungskosten für Seminarhäuser an.

Haben Sie Fragen zu einer Männergruppe nach Richard Rohr?

So nutzen Sie die Kontaktseite. Gerne führen wir ein Telefonat oder ich verbinde Sie mit dem Ansprechpartner in Ihrer Region.

Herzlichen Gruß

Guido Ernst Hannig

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