Der Weg zu beruflichem Glück und Erfolg ist einer in die Tiefe. Somit ist es ein mutiger Weg, weil wir sowohl Lichtvolles als auch Schattenseiten anerkennen müssen. Es ist nötig anzunehmen, wer und was wir wirklich sind. Ehrlich zu enthüllen, was Identität stiftet und dabei den eigenen Schatten integrieren. Dazu braucht es Zeit. Manchmal fast ein ganzes Leben.

Nicht weniger sinnstiftend ist der Weg zur Umsetzung. Gerade wenn das Geschäft mit der berufenen Idee nicht mehr oder noch nicht läuft, wird die eigene Berufung in Frage gestellt. Ein Kreislauf von Einsamkeit, Selbstzweifel und finanziellen Schwierigkeiten wirken wie eine Abwärtsspirale. Manch einer spielt mit dem Gedanken, aus diesem Abwärtssog auszubrechen. Dabei greifen einige auf therapeutische – oder seelsorgerische Hilfen zurück. Andere ergänzen das Veränderungsprogramm durch Businesscoaching oder Marketingberatung.

Es macht Sinn, Hilfen zu nutzen, die die Berufung möglich machen. Aber eine sehr kostengünstige und wertvolle Option wird häufig übersehen: Die Kraft der Verbundenheit!

 

Fehlende Verbundenheit

„Die Berufungsfrage ist die Kardinalfrage.“ Ich schrieb diesen Satz in meinem ersten Buch. Damals habe ich die Enthüllung der eigenen Berufung als die Kernaufgabe der Berufungsfrage verstanden. Die erfolgreiche Suche nach einem sinnstiftenden Berufsziel stand im Vordergrund. Die Berufung soll eine spannende Geschäftsidee erzeugen. Die Berufung soll helfen, eine magnetische Positionierung zu finden. Die Berufung soll Begeisterung entfachen und zu neuen beruflichen Perspektiven tragen. Damit bündeln wir ein großes Hoffnungspaket. Und das ist heute noch richtig.  Auch der von mir entwickelte „Sinn-Kompass“ hilft in der Neuorientierung das Bild einer richtungsweisenden inneren Führung zu zeichnen. Aber werden wir damit dem Sinn von Berufung als Weg zum glücklichen Berufsleben gerecht?

Der Sinn der Berufungsfrage besteht nicht nur in einem nützlichen Erkenntnisgewinn. Seit meinen ersten Tagen als Berufungs- und Gründungsberater sind mir viele Menschen begegnet, die mit ihrer Berufung noch nicht hinreichend in ihrem Beruf angekommen sind. Es war für einige Unglückliche eine befriedigende Lösung, irgendwann ihre enthüllte Berufung als unrealisierbar zu werten. Sie kehrten zurück in den ungeliebten Job. Einige von ihnen leben sie halbherzig in Teilzeit.  Richard Rohr schreibt, dass das Ego zu befriedigenden Unwahrheiten neigt. Die Wahrheit hingegen ist unbefriedigend: Selbst im größten Unglück und Schmerz bleibt die Kardinalfrage wahr. Gerade mit erlangtem Bewusstsein der eigenen Berufung wird die Notwendigkeit zu unbequemen Wegen deutlich.

„Dass ich mit meiner Herzensberufung in eine schwerere Krise geraten könnte, hatte ich nach meinem tiefgründigen Veränderungsprozess nicht erwartet“, erzählte Claudia Z. „Neben meinem Geld-Job, den ich seit Jahren in Teilzeit betrieb, suchte ich nach einer Vermarktung meines Coaching-Angebotes. Das Internet versprach verlockende Wege. So war ich zu Beginn sehr glücklich, dass ich meine Berufung zum Beruf machen konnte. Meine bisherige Anstellung konnte ich zwecks finanzieller Sicherheit tagsüber mit weniger Stundeneinsatz fortführen. Ich nahm billigend in Kauf, dass der wohltuende Austausch mit meinen Kollegen geringer wurde. Ich musste schließlich den gleichen Job in weniger Stunden leisten. Entsprechend brauchte ich mehr Erholung zu Hause. In der restlichen Zeit, die mir meine Teilzeit für die Berufung ermöglichte, kümmerte ich mich um Kundengewinnung und Öffentlichkeitsarbeit. Doch die Zeit und das Budget reichten nicht aus, um hinreichend viele Kunden zu gewinnen. Persönliche Begegnungen wurden weniger. Der finanzielle Spielraum für berufliche Supervisionen und begleitende Fortbildungen wurde kleiner. Nach etwa drei Jahren musste ich mir eingestehen: Ich fühlte mich persönlich sehr einsam. Die Einsamkeit reduzierte meinen Schwung. Am Ende machte ich Schulden, um die Einsamkeit mit Wochenend-Seminaren zu durchbrechen.“

Das Hochgefühl, das aus dem Erkenntnisgewinn der eigenen Berufung resultiert,  weicht nach gewisser Zeit einer Ernüchterung. Sie kann in Ratlosigkeit und Traurigkeit umschlagen. In zehn Jahren beruflicher Selbstständigkeit machte ich diese Erfahrung nicht nur bei meinen Gründern. Auch als Berufungs- und Gründerberater sehe ich in der fehlenden Verbundenheit mit gleichgesinnten Menschen den Energiekiller Nr. 1. Fehlende persönliche Begegnungen und mangelndes Zusammenwirken mit anderen Menschen kann das Möglichmachen der eigenen Berufung gefährden.

 

Die erste Berufung ist Beziehung

Was unterscheidet Menschen, die ihre Berufung erfolgreich umgesetzt haben von denen, die sie noch ins Leben ziehen wollen? Die Vertreter des Resonanzprinzips haben meist eine schnelle Antwort: Zufriedenheit ist dort erkennbar, wo ein positives Wechselspiel von Denken, Fühlen und Handeln nachhaltig gegeben ist. Nachhaltig heißt, dass das Wechselspiel nicht nur kurz nach dem Erkenntnisgewinn eines Berufungs-Workshops gegeben ist. Berufene, die ihre Berufung möglich machen, sind ständig dabei, Ihr Denken, Fühlen und Handeln aufeinander abzustimmen. Die Wechselwirkung von Gelingen und gutem Fühlen ist an das Denken und das Tun geknüpft. Wir müssen somit an ein TUN denken, die den Gefühlshaushalt verbessern hilft. Was aber verbessert den Gefühlshaushalt?

Berufung ist Liebe, die sich im TUN ausdrücken möchte. Nur die Liebe vermag dem Berufsleben Sinn zu schenken. Wenn das ärgste Leid des Berufstätigen Sinnlosigkeit ist, ist die größte Freude im Berufsleben das Sinnerleben. David Steindl-Rast schreibt: „Was unserem Leben Sinn gibt, ist Zugehörigkeit.“ Folglich sind wir mit anderen Menschen sinnverbunden. Die persönliche Begegnung mit anderen Menschen macht die eigene Berufung erst möglich. Das fordert heraus.

Auch Claudia Z. erlebte das: „Ich nahm an einem Netzwerkfrühstück für freiberuflich tätige Coachs teil. Am Anfang war ich ungeduldig. Einen ganzen Morgen musste ich für die Veranstaltung investieren. Ein weiter Weg kam noch dazu. In meinen Gedanken wägte ich vorher Soll und Haben nüchtern ab. Die Teilnehmerliste verriet nichts Nützliches: Niemand von den Anwesenden würde mein Angebot nachfragen. Jeder von ihnen würde selbst an Kunden interessiert sein. Möglicherweise haben einige sogar die gleiche Zielgruppe. Andere frustrierte Geister würden mir wertvolle Zeit stehlen. Meine störenden Gedanken drehte sich viel um Kunden-Jagd oder Ideen-Klau. Aber es kam anders: Je häufiger ich mich offen anderen Menschen zuwandte, desto mehr Energie kam in mein eigenes Denken. Es gelang mir, Gesagtes und Gehörtes auf meine Weise gedanklich verknüpfen. Die Stimmungslage verbesserte sich. Die Netzwerkleitung sorgte dafür, dass sich niemand übermäßig Raum nehmen konnte. Seither helfen mir diese Gespräche mit anderen Kollegen meinen eigenen Schöpferprozess zu fördern.“

Work-Life-Sense Network

Genau diesen Fragen stellt sich das Netzwerk Work-Life-Sense in XING. Was kann auf energetischer Ebene helfen, die eigene Berufung möglich zu machen? Kaum etwas fällt dem Menschen schwerer als die Veränderung. Es gibt kaum etwas, was derartig viel Mühsal und Ängste auslöst. Möglicherweise ist deshalb die Anzahl von Gründern und Pionieren in Deutschland so gering. Berufene verbleiben oft über Jahre hinweg im Vorsichtsmodus. Dabei fordert die eigene Berufung uns auf, den mutigen Schritt zur Bewegung und Begegnung zu machen.

Viele unglückliche Berufene sind meiner Erfahrung nach sehr einsam. „Webinare statt nach Seminare. Freie Stunden in den sozialen Medien. Auf den ersten Blick ist dieser Weg relativ günstig und bequem. Die Energie, die eine Bewegung zur persönlichen Begegnung freisetzen kann, hat mich aber erst auf den Berufungsweg zurückgeführt,“ sagte Claudia Z.

Gerade darum geht es bei Work-Life Sense in XING. Seit neun Jahren ermöglichen wir Begegnung zu Fragen der beruflichen Veränderung. Dabei geht es uns weniger um Informationsvermittlung oder Beratung. Zu der Veränderungsfrage gehört das Einüben in Begegnung mit anderen Berufstätigen auf dem Weg. Das ist immer herausfordernd und ist somit für mich als Gründer dieser Plattform selbst eine Übungsplattform. Übung ist keine Nebensache. Sie braucht lebenslanges Dranbleiben. Das Teilen der eigenen Situation, das Zuhören und der nicht selten antreffende positive Energieeffekt. Das motiviert uns Moderatoren weiter aktiv zu sein und auch 2018 neue Treffen anzubieten.

Work-Life-Sense Network in XING freut sich, Ihnen zu begegnen. Dabei bieten wir verschiedene Formen an:

Der Themenabend ist offen für jeden Interessierten. Hier steht der Abend unter dem Motto Meditation und Begegnung. Berufene Menschen inspirieren sich gegenseitig im Austausch durch einen WLS-Impuls. So z. B. am 7.12.17 im Kapellenhof.

Das WIN-WIN-Frühstück richtet sich an spirituelle Einzelunternehmer. Hier geht es in erster Linie um die Förderung der eigenen Berufung. Ein fester Kreis trifft sich mehrmals im Jahr an einem Sonntag. Das nächste Treffen findet am 28.1.18 statt.

Die spirituelle Männergruppe ist das zeitlich und persönlich intensivste Treffen. In der Gruppe mit festem Teilnehmerkreis werden sowohl berufliche- als auch private Themen ausgetauscht. Das nächste Treffen findet am 31.1.18 statt.

Die Treffen sind manchmal ausgebucht. Für den ein oder anderen sind die Treffen zu weit. Nehmen Sie gerne Kontakt auf. In Ihrer Region findet bald ein ähnliches Treffen statt. Durch fast 10.000 Kontakte in XING gebe ich Ihnen gerne einen Tipp.

Und wenn Sie mit mir persönlich Kontakt aufnehmen wollen: Auf der Basis des Persönlichkeitstests (siehe E-Book) haben Sie die Möglichkeit, mir in einem kurzen Telefonat Fragen zu den Netzwerktreffen und Ihrer Berufung zu stellen. Vereinbaren Sie einen Termin. Kommen Sie gerne in unser Netzwerk und schaffen Sie sich den Raum für Begegnung.

Herzlich willkommen!

Guido Ernst Hannig

www.neue-wege-zur-berufung.de